Die Entscheidung Abends zu fliegen sorgt dafür, dass man den Tag noch nutzen kann. Allerdings zerteilt dann der Flug die Nacht in zwei Teile, für jemanden der beim Fliegen nicht schlafen kann furchtbar. So bin ich also total müde in Doha aus dem Flieger gestiegen, es galt den nächsten Anschluss zu bekommen. Der Flughafen von Doha ist sehr groß und beeindruckend modern, vermutlich ein Ergebnis von viel Platz und Geld. Am meisten beeindruckt hat mich, dass der Flughafen auf einer extra dafür geschaffenen Insel errichtet wurde. Um meine Wartezeit von 3h zu überbrücken habe ich mich in ein italienisches Restaurant gesetzt, hier lief Eros Ramazotti als Begleitmusik. Irgendwie ticken die Uhren auf der Welt doch alle gleich ☺️

Im Flieger nach Colombo hatte ich eine gesamte Sitzbank für mich, auch sonst waren nicht viele Menschen im Flieger. Das war im Gegensatz zum ersten Flug eine Genugtuung, der war voller Touristen. Allerdings bin ich dieses Mal selbst einer. Und landeten wir sehr pünktlich in Colombo, der das ganze Gegenteil von Doha ist, nämlich alt und klein. Allerdings bin ich sehr schnell durch die Passkontrolle gekommen, das hat mich überrascht. Doch anschließend wurde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Plötzlich stand ich vor 50 Taxifahrern, alle gleich klein und mit noch kleineren Schildern in der Hand. Ich hatte zuvor einen Fahrer über das Hotel bestellt, er müsste also darunter sein. Nach ungefähr 10 Minuten haben wir uns aber gefunden.

Die anschließende Fahrt war ein Abenteuer. Zunächst machte ich Bekanntschaft mit der Flora und Fauna von Sri Lanka. Neben mir im Taxi saß eine untertassengrosse Spinne, der Taxifahrer versicherte diese sei ungefährlich und entfernte das Tier. Anschließend ging es weiter durch die verrückten Verkehr. In Sri Lanka herrscht Linksverkehr, überholt wird man dabei allerdings links und rechts. Selbstverständlich wird alles mit einem Hupen angekündigt, Oderberger besser noch mit permanenten Blinken. Die Entscheidung nicht selbst zu fahren war die Richtige. Unterwegs wurde dann die Straße wegen Reperaturen gesperrt, der Umweg kostete 1,5h. Geplant waren ursprünglich 3h, und so kam ich spät in der Nacht in meiner Unterkunft an.